Autogramme mit Herzblut für FCK-Fans mit Beeinträchtigungen
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Die Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern stellte sich bei
der speziellen Autogrammstunde für Menschen mit
Beeinträchtigungen mit ihren Anhängern zum
Gruppenbild auf.
Freitagabend, 6. November 2009, kurz vor 20.00 Uhr: Die Profis des 1. FCK feiern mit ihren Fans vor der Westtribüne. Durch einen hoch verdienten 3:1 Sieg über RW Oberhausen bescherten sie ihrem treuen Anhang ein Freudenfest. Tags darauf, nach dem Auslauf-Training: Gleiche Begeisterung erfasste mehr als 150 gesundheitlich lädierte Wegbegleiter der „Roten Teufel“, als sich der Kader des pfälzischen Traditionsvereins zu ihnen gesellte. Vom „1. FCK Fanclub Fairplay“ in den Jahren 1997 und 2000 mit Otto Rehhagel erstmals durchgeführt, gehört diese spezielle Autogrammstunde für Rollstuhlfahrer und Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen mittlerweile zum festen Angebot des Lauterer Zweitligisten.
Und so sah man in der großen Halle der Nordtribüne im „Fritz-Walter-Stadions“ zahllose glückliche Gesichter mit leuchtenden Augen. Ein Autogramm hier, ein Foto da – „signier’ mir bitte auch noch den Rollstuhl!“ Nach Meistertrainer Otto Rehhagel und seinen mehr oder weniger erfolgreichen Nachfolgern Wolfgang Wolf (2006), Kjetil Rekdal (2007) und Milan Sasic (2008) lernte Trainer Marco Kurz dieses „kunterbunte Durcheinander“ von Rollstühlen, gehandicapten Personen und Fußballspielern leider nicht kennen – eine Spielbeobachtung verhinderte seine Teilnahme. Wofür jedermann Verständnis hatte, denn gegen weitere Siege in den nächsten Spielen hat wohl niemand was einzuwenden.
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Begehrt für zahlose Erinnerungsfotos:
Kapitän Martin Amedick.
Aber auch ohne ihren Coach präsentierte sich die Mannschaft der treuen Anhängerschar von ihrer besten Seite. Die Profis fanden sich „Mittendrin statt nur dabei“! Entgegen dem üblichen, straff geregelten Ablauf herkömmlicher Autogrammstunden. Denn organisiert ist da gar nichts – absolut gewollt, dass alle Beteiligten zu einem „bunten Haufen“ verschmelzen. „Die Profis sollen ruhig mal über einen Rollstuhl steigen, um zu sehen, wie gut es ihnen, wie gut es allen gesunden Menschen eigentlich geht“, erklärte die erste Vorsitzende des Fanclubs Fairplay, Helga Huber.
Klar, dass bei diesem nicht alltäglichen Spektakel die angebotenen alkoholfreien Getränke und köstlichen Brezeln als willkommene Randerscheinung „nebenbei“ liefen! Aber auch die FCK-Kappen, über die sich jeder Teilnehmer als Geschenk des 1. FCK freuen durfte, fanden großen Anklang bei der begeisterten Anhängerschar. Und über den enormen Stellenwert von Fairplay-Ehrenmitglied Norbert Thines bei seinen behinderten Freunden braucht man keine Worte zu verlieren! Er ließ es sich nicht nehmen, extra zu dieser Veranstaltung den Betzenberg zu erklimmen!
Und mindestens die gleiche Freude wie mit den drei gewonnenen Punkten vom Vortag schenkten die Spieler der „Roten Teufel“ bei dieser Zusammenkunft ihrem zu diesem Anlass extra angereisten Anhang. Wofür dem Kader an dieser Stelle ein ausdrückliches Lob und Dankeschön übermittelt werden muss. Ausgesprochen liebenswert, sympathisch und geduldig gefiel das Auftreten der gesamten Truppe. Aber auch dem Behindertenbetreuer des 1. FCK, Nino Gagliano, dem 1. FCK-Fanbeauftragten Christoph Schneller sowie allen anderen Beteiligten von Vereins- wie auch Fanclubseite gebührt ein ganz herzliches DANKESCHÖN für ihr Mitwirken während der Durchführung dieser gelungenen Veranstaltung wie auch während der Organisation im Vorfeld.
