7:4-Torschütze Ernst Diehl Gast in "de Betze-Stubb"!
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7:4-Torschütze Ernst Diehl in „de Betze-Stubb“!
Gern gesehener Gast in „de Betze-Stubb“! 7:4-Torschütze Ernst Diehl besuchte die Landstuhler Fanclub-Zentrale. Der ehemalige Kapitän der „Roten Teufel“ und spätere Jugend-Koordinator des pfälzischen Kultvereins folgte einer Einladung des Fairplay-Vorstands. „Klar. Ruf mich einfach mal an und dann komme ich gerne“, die ebenso spontane wie ehrlich gemeinte Aussage.
Im Mittelpunkt der lebhaften Unterredung stand – natürlich – das aufregendste, verrückteste und sensationellste Spiel der Lauterer Bundesliga-Geschichte: Jenes 7:4 über das mit späteren Weltmeistern nur so gespickte Bayern-Team am 20. Oktober 1973 (12. Spieltag). Ernst Diehl erzählte von den Erwartungen im Vorfeld der Begegnung des Tabellensiebten gegen den Dritten aus der bayerischen Landeshauptstadt. Und den Empfindungen nach dem schnellen 0:3 Rückstand (nach 36 Minuten). Von Trainer Erich Ribbecks Halbzeitansprache in Anbetracht des kurz vor der Pause erzielten 1:3 Anschlusstreffers (43., Pirrung). Nach Wiederbeginn das ernüchternde 1:4 (57., Müller). Die Zuschauer strömten in Scharen aus dem Stadion. Und kehrten umgehend wieder, als in der gleichen Minute darauf der Anschluss zum 2:4 gelang (Toppmöller). Diehl: „Das bemerkte man als Spieler schon, wenn die Leute massenhaft weglaufen!“ Dann kam etwas ins Rollen, was kein Bayern-Spieler mehr verhindern konnte - fast jeder FCK-Angriff ein Treffer! Unglaublich, unerklärlich – sogar fast 40 Jahre später fand Ernst Diehl dafür nur schwer Worte! Die Lauterer Kämpfertruppe gewann gegen das fußballerisch übermächtige Team von der Isar mit sage und schreibe 7:4! Drehte ein hoffnungslos verloren geglaubtes Spiel. Gegen eine Übermannschaft, gegen die großen Bayern! Gegen den späteren Deutschen Meister!
Der frühere zuverlässige Abwehrrecke im FCK-Dress gebrauchte die gleichen Worte wie der Fairplay-Schriftführer seit Jahrzehnten, um dieses Spektakel zu beschreiben: „Hätte das Spiel noch fünf Minuten länger gedauert, hätten die Bayern zehn Stück bekommen!“ Von den anschließenden Jubelszenen in der Kabine wusste der Torschütze zum 5:4 (84.) wenig zu berichten: „Da stand plötzlich einer vom ZDF in der Tür - auf ins Sportstudio!“
Aber auch andere bemerkenswerte Themen beherrschten die angeregte Unterhaltung: Nachwuchsförderung beim 1. FCK – damals und heute. Der mühsame Weg als junger Mensch Ende der 60er-Jahre zum Bundesligaspieler. Charaktere von bekannten Spielern und Trainern. Und vieles, vieles mehr.
Unbestritten zählt der Besuch von Ernst Diehl mit den vielen spannenden Erzählungen zum Aufschlussreichsten, was die legendäre „Betze-Stubb“ in den langen Jahren bislang erlebt hat. DANKE Ernst Diehl für eine unvergessliche Begegnung. Gerne auf ein Neues!
