Archiv - 2010

Dezember 12th

Alle Jahre wieder - Weihnachts-Geschenk-Aktion für Rollis

Traditionelle Weihnachts-Geschenk-Aktion mit dem Nikolaus und Abwehr-Ass Rodnei sowie vier Fairplay-Mitgliedern.
Traditionelle Weihnachts-Geschenk-Aktion mit dem Nikolaus und Abwehr-Ass Rodnei sowie vier Fairplay-Mitgliedern.

Traditionell vor dem letzten Heimspiel vor Weihnachten werden im „Fritz-Walter-Stadion“ gesundheitlich beeinträchtigte Fans beschenkt. Nach viel zu langer Zeit der Abstinenz nun endlich mal wieder im Rahmen eines Erstligaspiels! Vor der Begegnung der „Roten Teufel“ gegen den hochkarätig besetzten VfL Wolfsburg (0:0).

Dem jahrelangen Brauch folgend erhielt jeder vom „1. FCK Fanclub Fairplay“ ein reich bebildertes Aufstiegsbuch. Als Erinnerung an ein sportlich ganz hervorragendes Jahr 2010 einerseits sowie als Dank für die ungemein wichtige Treue dieser Personengruppe zu ihrem Verein. Finanziert wurde das Ganze wie immer durch Mittel des Fanclub eigenen „Rollstuhl-Sonderkontos“.

Fairplay-Ehrenmitglied Otto Roth als Fanbeirat im Amt bestätigt

Zufriedene Gesichter nach der Wahl: Von Links Ottmar Frenger, Prof. Dieter Rombach, Steffen Pörsch, Otto Roth und Christoph Schneller.
Zufriedene Gesichter nach der Wahl: Von Links Ottmar Frenger, Prof. Dieter Rombach, Steffen Pörsch, Otto Roth und Christoph Schneller.

Fairplay-Ehrenmitglied Otto Roth wurde als Fanbeirat der Region „Überregional“ mit großer Mehrheit bestätigt! Am 11. Dezember 2010 trafen sich die Fanclub-Delegierten zur außerordentlichen Regionssitzung in Kaiserslautern Gaststätte „Licht-Luft“. Als Vereinsvertreter nahmen an der Sitzung der Aufsichtsrat-Vorsitzende des 1. FCK, Prof. Dieter Rombach, 1. FCK-Aufsichtsrat Ottmar Frenger sowie 1. FCK-Fanbetreuer Christoph Schneller teil. Amtsinhaber Otto Roth wurde dabei mit der klaren Mehrheit von 90,91 % aller gültigen Stimmen wieder gewählt. Was keine Überraschung darstellt, schließlich übt die FCK-Ikone diesen Posten bereits seit Gründung des Fanbeirats im Jahr 1989 aus.

Sein Gegenkandidat, der 31-jährige Christian Hirsch aus Berlin, seit mehreren Jahren Vorstand des 1. FCK-Fanclubs „Berliner Bagaasch“, konnte mit seinem Konzept nicht punkten. Er gratulierte als einer der Ersten Otto Roth zu seiner Wiederwahl und trat zur anschließenden Wahl eines Stellvertreters ebenso wie die bisherige Amtsinhaberin, Helga Huber (Fanclub „Fairplay“), nicht mehr an. So wurde der 32-jährige Steffen Pörsch (Fanclub „Marburger Betzebuben“) aus dem hessischen Frankenberg zum zweiten Vorsitzenden sowie als Schriftführer einstimmig gewählt. Beide Gewählten nahmen die Wahl an.

November 21st

Vorgezogene Bescherung in Nünrberg

Die Fairplay-Leute vor dem Spiel: Zuversichtlich und hoffnungsfroh.
Die Fairplay-Leute vor dem Spiel: Zuversichtlich und hoffnungsfroh

„Süßer die Glocken nie klingen“ (Volkslied aus Siebenbürgen, Text: Wilhelm Kritzinger) – eine passende Weise für einen Bummel durch Nürnbergs schon festlich geschmückte Innenstadt. Sechs Tage vor Eröffnung des weltberühmten Christkindlmarkts (mehr als zwei Millionen Besucher). Doch deswegen reisten 7 Fairplay-Mitglieder keineswegs in die fränkische Metropole. Vielmehr wollten sie die Gelegenheit nutzen, nach gut viereinhalb Jahren wieder einmal ein Erstligaspiel ihrer Mannschaft beim traditionsreichen „Club“ zu erleben.

Allein das eingangs angesprochene schöne Weihnachtsliedchen konnten sie vom vorweihnachtlichen Flair der belebten Einkaufsstraßen mit in die kalte „Easy Credit Arena“ nehmen. Wenn auch textlich leicht verändert: „Süßer die Tore nie fallen“ sollte das Motto dieses trüben Novembernachmittags werden!

November 1st

Grabstätten-Besuche auf dem Lauterer Hauptfriedhof

Drei der fünf anwesenden Fairplay-Mitglieder an der Grabstätte von Fritz Walter.
Drei der fünf anwesenden Fairplay-Mitglieder an der Grabstätte von Fritz Walter.

Der jährliche „Friedhof-Rundgang“ einiger Fanclub-Mitglieder in Kaiserslautern stand 2010 unter einem ganz besonderen Stern. Zuerst besuchten sie auf ihrem klassischen Weg das Grab von „Betze-Hermann“ Hermann Thun. Nach dem Säubern der Grabplatte legten sie dort zwei Gestecke nieder. Zum Abschluss ihres Weges erwiesen die Fußballfreunde so wie jedes Jahr dem langjährigen Schiedsrichterbetreuer des 1. FCK (und Inhaber vieler weiterer Ämter!), Rudi Merk die Ehre.

Dazwischen wurde auch an diesem Sonntag, dem 31. Oktober 2010, die Grabstätte von Fritz-Walter besucht. Soweit alles wie immer. Doch dieses Datum bedeutete außergewöhnliches: Denn nur eine Stunde zuvor ehrten viele bekannte Persönlichkeiten wie Nationalmannschafts-Ehrenspielführer Uwe Seeler, DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, Innenstaatssekretär Roger Lewentz oder 1. FCK Vorstandsvorsitzender Stefan Kuntz den 54er-Weltmeister an seiner letzten Ruhestätte anlässlich seines Geburtstages. Am diesem 31. Oktober 2010 wäre Fritz Walter 90 Jahre alt geworden. Mit Jenö Buzansky war sogar ein Spieler der 1954 im legendären WM-Finale unterlegenen ungarischen Nationalmannschaft anwesend.

Nicht nur der Sportler Fritz Walter wird für die Fairplay-Mitglieder ewig voller Hochachtung und Respekt in Erinnerung bleiben. Vor allem die von ihm vorgelebten Werte und Tugenden wie Menschlichkeit, Ehrlichkeit, Herzlichkeit und Fairness sind ebenso Vorbild und nachahmenswerte Ideale. Insbesondere für die Fairplay-Mitglieder. Eigentlich für jeden, der etwas mit Fairplay im Sinn hat.

Und der verbleibende Rest hat noch viel mehr Grund, sich über diese Ideale Gedanken zu machen…

Oktober 31st

Jahreshauptversammlung 2010: Vorstand weitere 2 Jahre im Amt

Im Amt bestätigt: Der Vorstand des 1. FCK Fanclubs Fairplay. Von links Michael Allspach, Helga Huber, Rolf Conrad, Erich Huber und Gabi Schneider (Bild: Bettina Huber).
Im Amt bestätigt: Der Vorstand des 1. FCK Fanclubs Fairplay. Von links Michael Allspach, Helga Huber, Rolf Conrad, Erich Huber und Gabi Schneider (Bild: Bettina Huber).

Der „1. FCK Fanclub Fairplay“ traf sich am 30. Oktober 2010 zu seiner ordentlichen Jahreshauptversammlung. Insgesamt 27 Mitglieder (56,24 %) und 4 Gäste folgten der fristgerechten Einladung des Vorstands (18 Mitglieder = 37,49 % fehlten entschuldigt). Wobei es die beiden Mitglieder aus der „München Fraktion“, Lars Obfolter und Ramona Reinicke, an diesem Tag vorzogen, in Halle (Saale) zu heiraten. Dazu auch an dieser Stelle HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH für den gemeinsamen Lebensweg.

Die Tagesordnung bei der Jahreshauptversammlung wurde wie gewohnt zügig abgehandelt. Die Neuwahlen brachten unter der Wahlleitung von Oliver Schneider keine Veränderungen in der Führungsriege: Helga Huber als 1. Vorsitzende, Michael Allspach als Geschäftsführer sowie Erich Huber als Schriftführer und Beauftragter für die Öffentlichkeitsarbeit wurden ebenso einstimmig im Amt bestätigt wie Rolf Conrad und Gabi Schneider (1 Enthaltung) als Kassenprüfer.

Oktober 24th

Rolli-Autogrammstunde: Fussball-Profis einmal hautnah erleben!

Obligatorisch bei der „Rolli-Autogrammstunde: Das Gruppenbild mit der Mannschaft.
Obligatorisch bei der „Rolli-Autogrammstunde: Das Gruppenbild mit der Mannschaft

Für Rollstuhlfahrer ist es bisweilen gar nicht so leicht, bei entsprechenden Veranstaltungen Autogrammwünsche erfüllt zu bekommen. Aus diesem Grund rief der „1. FCK Fanclub Fairplay“ im Jahre 1997 die spezielle Autogrammstunde für Rollstuhlfahrer und Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen ins Leben. Erstmals durchgeführt am 17. April 1997 mit Meistertrainer Otto Rehhagel. Nun fand in der großen Halle der Nordtribüne im „Fritz-Walter-Stadion“ in enger Zusammenarbeit mit dem 1. FC Kaiserslautern bereits die siebte Auflage dieses außergewöhnlichen Meetings statt. Die gesamte Mannschaft nebst Trainer- und Betreuerstab erfüllten geduldig alle Autogramm- und Fotowünsche der rund 180 Anwesenden. Dafür von Fanclubseite ein ganz herzliches DANKESCHÖN!

Ein Samstag in Freiburg - muss man sich an alles gewöhnen?

In der Freiburger „Badenova-Arena“ ist alles angerichtet – die Mannschaften sind zum Spiel bereit.
In der Freiburger „Badenova-Arena“ ist alles angerichtet – die Mannschaften sind zum Spiel bereit.

Man gewöhnt sich an (fast) alles. Schwer allerdings an die immer wiederkehrenden Niederlagen in Freiburg. Erst Recht, wenn die Pleiten selbstverschuldet sind. So wie bei dem eigentlich relativ ordentlichen Gastspiel der „Roten Teufel“ am 23. Oktober 2010. An diesem milden Herbstsamstag sorgten zwei grobe Abwehrschnitzer für den 2:1 Erfolg der Gastgeber. Nach dem frühen Lauterer Führungstor durch Jan Moravek (8. Min.) begünstigten Rodnei und Sippel (blieb auf der Linie kleben, obwohl der Ball nur drei Meter von ihm entfernt durch den „Fünfer“ segelte) beim 1:1 Ausgleich den Freiburger Spitzenstürmer Papiss Cissé (36.). Und beim Siegtreffer zum 2:1 durch Stefan Reisinger (60.) griff zuerst Oliver Kirch nicht energisch genug an. Danach sprang Alexander Bugera unter der weiten Flanke hindurch.

Ansonsten lohnt die Fahrt in den Breisgau immer wieder. Insbesondere an einem Samstag. Allein der unbedingt empfehlenswerte Bummel über den einzigartigen Wochenmarkt rund um das imposante Münster mit seinem 116 Meter hohen Turm rechtfertigt jedes Mal wieder eine möglichst frühzeitige Anreise. Vor allem, wenn man einen individuellen Zug bucht (kein Sonderzug). Und für eine Verspätung sogar noch Fahr- und Reservierungsgeld zurückerstattet kriegt! Die fehlende Platzreservierung im verspäteten ICE ist dann im Bistro bei netter (Fußball-) Gesellschaft und einem „kühlen Blonden“ bestens zu kompensieren!

September 9th

7:4-Torschütze Ernst Diehl Gast in "de Betze-Stubb"!

7:4-Torschütze Ernst Diehl in „de Betze-Stubb“!
7:4-Torschütze Ernst Diehl in „de Betze-Stubb“!

Gern gesehener Gast in „de Betze-Stubb“! 7:4-Torschütze Ernst Diehl besuchte die Landstuhler Fanclub-Zentrale. Der ehemalige Kapitän der „Roten Teufel“ und spätere Jugend-Koordinator des pfälzischen Kultvereins folgte einer Einladung des Fairplay-Vorstands. „Klar. Ruf mich einfach mal an und dann komme ich gerne“, die ebenso spontane wie ehrlich gemeinte Aussage.

Im Mittelpunkt der lebhaften Unterredung stand – natürlich – das aufregendste, verrückteste und sensationellste Spiel der Lauterer Bundesliga-Geschichte: Jenes 7:4 über das mit späteren Weltmeistern nur so gespickte Bayern-Team am 20. Oktober 1973 (12. Spieltag). Ernst Diehl erzählte von den Erwartungen im Vorfeld der Begegnung des Tabellensiebten gegen den Dritten aus der bayerischen Landeshauptstadt. Und den Empfindungen nach dem schnellen 0:3 Rückstand (nach 36 Minuten). Von Trainer Erich Ribbecks Halbzeitansprache in Anbetracht des kurz vor der Pause erzielten 1:3 Anschlusstreffers (43., Pirrung). Nach Wiederbeginn das ernüchternde 1:4 (57., Müller). Die Zuschauer strömten in Scharen aus dem Stadion. Und kehrten umgehend wieder, als in der gleichen Minute darauf der Anschluss zum 2:4 gelang (Toppmöller). Diehl: „Das bemerkte man als Spieler schon, wenn die Leute massenhaft weglaufen!“ Dann kam etwas ins Rollen, was kein Bayern-Spieler mehr verhindern konnte - fast jeder FCK-Angriff ein Treffer! Unglaublich, unerklärlich – sogar fast 40 Jahre später fand Ernst Diehl dafür nur schwer Worte! Die Lauterer Kämpfertruppe gewann gegen das fußballerisch übermächtige Team von der Isar mit sage und schreibe 7:4! Drehte ein hoffnungslos verloren geglaubtes Spiel. Gegen eine Übermannschaft, gegen die großen Bayern! Gegen den späteren Deutschen Meister!

August 29th

27. August 2010 - ein Tag der Extreme

Fanwunsch: “Zieht den Bayern die Lederhosen aus…!“ – Antwort der Mannschaft: „Auftrag ausgeführt!“
Fanwunsch: “Zieht den Bayern die Lederhosen aus…!“ – Antwort der Mannschaft: „Auftrag ausgeführt!“

Freitag, der 27. August 2010 – ein Tag für die Geschichtsbücher. Ein Tag der Extreme. Ein Tag voller Emotionen. Von tieftraurigen Augenblicken ebenso geprägt wie von enthusiastischen Momenten. Mit einer Stunde des schmerzhaften Abschiedsnehmens gefolgt von einem Abend voller berauschender Glücksgefühlen. Der 27. August hatte alle Facetten des Daseins, alle Bereiche eines Fußballerlebens.

Nachmittags begleiteten die Familie, Freunde und viele treue Weggefährten Hannes Riedl auf seinem letzten Weg. Eine bewegende Trauerfeier auf dem Friedhof in Katzweiler ließ die traurige, unfassbare Nachricht endgültig Gewissheit werden: Hannes wird nur noch in unserer Erinnerung weiterleben. Die ergreifende Ansprache verglich das Leben mit einem Fußballspiel: Es dauert 90 Minuten (Jahre), mal kürzer, auch mal etwas länger. Und Hannes Riedl musste bereits nach 60 Minuten (Jahren) den Platz verlassen! Leider viel zu früh!

August 23rd

Gelungenes Comeback - Die "Roten Teufel" siegen in Köln 3:1

…Und die Hände zum Himmel – Der FCK ist wieder da!
… Und die Hände zum Himmel – Der FCK ist wieder da!

ZURÜCK! ENDLICH! Nach 1.560 Tagen

Endlich wieder in der ersten Liga! Endlich wieder nach den Sternen greifen! Spieltag für Spieltag nach dem Höchsten streben! Punkten! Nicht irgendwo – sondern in der ersten Fußball-Bundesliga!

Und gleich zum Auftakt griffen die Hände ins Volle! Die kollektiv ausgestreckten Arme pflückten drei Punkte vom Kölner Fußball-Himmel! Welch ein Auftakt! Welch ein Comeback! An einem phantastischen Ort. Die Domstadt steht in der Gunst der FCK-Fans ganz weit oben. Seit 1989 sind die Pfälzer in Erstligaspielen von den Kölner Geißböcken ungeschlagen! Welch eine Bilanz für die Lauterer! Zum Fortbestehen dieser unglaublichen Serie steuerten zweimal Lakic (70. und 84.) und Ilicevic (88.) beim 3:1 Erfolg die Tore bei. Und bügelten so auch Sippels schweren Bock beim 0:1 (Novakovic, 8.) aus. Noch ein Rekord in dem Spiel: Der Kölner Kapitän Youssef Mohamad sah wegen einer Notbremse nach nur 87 Sekunden die Rote Karte – der schnellste Platzverweis seit der Bundesliga-Gründung 1963!