On Tour

Ein 2:2 im Kellerduell in Augsburg sorgte für reichlich Diskussionsstoff

Die mit der Bahn angereisten Fairplay-Mitglieder auf dem Weg von der Straßenbahn-Endhaltestelle zur „SGL-Arena“ (Bild: Passant).
Die mit der Bahn angereisten Fairplay-Mitglieder auf dem Weg von der Straßenbahn-Endhaltestelle zur „SGL-Arena“ (Bild: Passant).

Am letzten Januarwochenende (28. Januar 2012) reisten die „Roten Teufel“ nach Augsburg in die „SGL-Arena“ zum Kellerduell mit Neuling FC Augsburg. Eine der ältesten Städte Deutschlands (mehr als 2.000 Jahre) begrüßte die Fairplay-Abordnung bemerkenswert: Nachdem damals in Ahlen zwei Musikkapellen die deutsche Nationalhymne zum Besten gaben, erschallte hier in der Fußgängerzone plötzlich das „Betze-Lied“! Gespielt von einem einsamen Trompeter: „Ole, Ola – der FCK ist wieder da!“ Na, das fängt ja gut an, dachten alle und begaben sich umgehend ins historische Wirtshaus „Der König von Flandern“. Diese Gaststätte ist dank ihrem wunderschönen Ambiente ein beliebtes Ziel für Augsburg-Besucher. Vor allem Liebhaber eines frisch gezapften – und eigens gebrauten – Bieres fühlen sich in dem urigen, stilvollen Kellergewölbe wohl. Aber auch das umfangreiche Speiseangebot der ersten Augsburger Gasthaus-Brauerei im Herzen der Stadt erfüllt höchste kulinarische Ansprüche. Wobei vor allem die regionalen Spezialitäten zu empfehlen sind.

"Teuflischer" Besuch beim Christkind - danach gabs eine "teuflische" Pleite!

”Teuflischer” Besuch beim Christkind. Beiden begegnet auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt.
„Teuflischer” Besuch beim Christkind. Beiden begegnet auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt.

Die Reise von 7 Fairplay-Mitgliedern führte am letzten November-Samstag des Jahres 2011 individuell nach Nürnberg. Vor dem Spiel der „Roten Teufel“ beim „Club“ in der „Easy-Credit-Arena“ besuchten einige von ihnen den traditionsreichen Christkindlesmarkt. Im Herzen der Stadt, auf dem Hauptmarkt, wurde tags zuvor Deutschlands berühmtester Weihnachtsmarkt begann. Jeweils am Freitag vor dem ersten Advent eröffnet das Nürnberger Christkind um 17.30 Uhr von der Empore der Frauenkirche aus mit dem feierlichen Prolog seinen Markt. Dessen Flair lockt jährlich Besucher aus der ganzen Welt. Bis zum Heiligen Abend kommen mehr als zwei Millionen Menschen aus aller Welt. Die 180 Holzbuden sind alle mit rot-weißem Stoff dekoriert. Darum hat der Markt auch den Beinamen „Städtlein aus Holz und Tuch“. Hier wird ein bewusst traditionell gehaltenes Warenangebot präsentiert. Über Mittag konnten die Fußballfreunde noch entspannt durch die engen Gassen bummeln und schauen – später herrscht hier besonders an den Wochenenden ein undurchdringliches Geschiebe. Soweit das Positive an diesem Tag.

Hochverdienter Punktgewinn beim Duell "Arm gegen Reich"!

 Blick aus dem Gästeblock in die schmucke „Rhein-Neckar-Arena“.
Blick aus dem Gästeblock in die schmucke „Rhein-Neckar-Arena“.

Spiele gegen die TSG 1899 Hoffenheim in Sinsheim haben zwei Vorteile: Zum Einen kann man bequem mit der S-Bahn anreisen – und das auch noch kostenlos – und zum Anderen ist die „Rhein-Neckar-Arena“ ein schmuckes Fußballstadion. Dann ist’s aber auch schon vorbei mit den Vorzügen. Denn die Stimmung beim Hopp-Klub ist eher erbärmlich. Dafür sprangen dann die rund 5.000 Lauterer Schlachtenbummler ein: Die Spieler des Lauterer Traditionsvereins glaubten vor einer Heimspielkulisse zu kicken – so stimmgewaltig beherrschten die Betze-Fans die Atmosphäre im Stadion. Ebenso negativ ist die Bilanz der „Roten Teufel“ gegen den Emporkömmling aus dem Kraichgau: In den bisherigen 5 Aufeinandertreffen in Liga eins und zwei siegten die Hoffenheimer dreimal, zweimal teilten sich beide Teams die Punkte und auf einen Sieg müssen die Lauterer nun weiterhin warten. Mindestens bis zum ersten Aprilwochenende 2012.

Köln ist immer eine Reise wert

Die „RheinEnergie-Arena“ – für den 1. FCK ein gutes Pflaster.
Die „RheinEnergie-Arena“ – für den 1. FCK ein gutes Pflaster.

Fußball in Köln – das macht Spaß. Udo Lattek formulierte es einmal so: „Im Kölner Stadion ist immer so eine super Stimmung, da stört eigentlich nur die Mannschaft“. Können wir vom 1. FCK nicht behaupten, denn die „Geißböcke“ sind der Lauterer Lieblingsgegner: Seit fast 22 Jahren haben die „Roten Teufel“ in 25 Duellen kein Erstligaspiel mehr verloren. Der letzte Flop bei den Domstädtern datiert vom 16. Dezember 1989! Und damit sich dies auch am 20. August 2011 nicht änderte, verdankten die Lauterer vor allem ihrem Keeper Kevin Trapp, der einige Großchancen der Gastgeber zunichte machte. Nach der schnellen Führung (17.) durch Iličević (Direktabnahme auf Rechtsflanke von Dick) antworteten die Kölner nur zwei Minuten später und glichen durch Jajalo aus. Danach wurde den 47.200 Besuchern viel Krampf, wenig Glanz geboten. Letztendlich freuten sich die gut 6.000 ebenso über den Bestand der einzigartigen Serie wie über den ersten Auswärtspunkt der noch jungen Saison.

Bustour nach Bremen: Die Foto-Galerie

Tagtägliche Procedure: Schauen, wann wohin welcher Bus fährt.
Tagtägliche Procedure: Schauen, wann wohin welcher Bus fährt

Jetzt ist sie fertig – die Bild-Dokumentation zur „Busreise des Jahres“! Denn eine der spektakulärsten Anreisen zu einem der Auswärtsspiele des 1. FC Kaiserslautern aller Zeiten ist zu Ende. Fairplay-Mitglied Günter Lotz (54) nutzte für die Fahrt ins Bremer Weserstadion ausschließlich Linienbusse des Öffentlichen-Personen-Nahverkehrs (ÖPNV). Für diese aufsehenerregende Tour nahm er sich insgesamt 10 Tage Zeit. Allerdings erreichte der Fußball-Verrückte bereits am siebten Tag sein Ziel in der Hansestadt. Begleitet von seiner langjährigen Bekannten Rita (74).

Die beiden legten insgesamt 833 km in 31 Bussen zurück und mussten dafür 84.20 € Fahrgeld pro Person bezahlen. Belohnt wurden sie mit 1.000 Eindrücken, Erlebnissen und Erfahrungen. Ihr Fazit fiel durchweg positiv aus: „Eine stellenweise anstrengende, aber wirklich tolle Reise“, so Günters Schluss-Kommentar. Auch Rita bestätigt auf Nachfrage ihrer Nachbarin (Günters Mutter), „das sei doch bestimmt eine anstrengende Reise gewesen“, ohne zu überlegen: „Ich bereue keine Sekunde der Tour!“

„Der Weg ist das Ziel! – Wo bleibt mein Bus? Mit dem öffentlichen Linienbus von Bingen ins Weserstadion!“

Der Initiator der spektakulären Busreise, Günter Lotz, mit seiner Begleiterin Rita vor einem der zahlreich genutzten Linienbusse (Foto: Busfahrer).
Initiator der spektakulären Busreise, Günter Lotz, mit seiner Begleiterin Rita vor einem der zahlreich genutzten Linienbusse (Foto: Busfahrer).

Unmittelbar vor dem Bundesligastart der Saison 2011/12: Beim „1. FCK Fanclub Fairplay“ ereignet sich einmal mehr spektakuläres! Mitglied Günter Lotz fährt nach Bremen zum ersten Spiel der „Roten Teufel“. Im Bus. Unverständnis allerorts, fragende Gesichter: „Und was soll dabei spektakulär sein? Was außergewöhnlich?“ Schließlich fahren Tausende „Teufelsanbeter“ zu jedem Auswärtsspiel mit dem Bus.

Stimmt! Aber das „etwas andere Mitglied“ im „etwas anderen Fanclub“ ist eben „etwas anders“. Darum auch die „etwas andere“ Anreise! Denn Günter Lotz nutzt dafür ausschließlich das Angebot des öffentlichen Linienverkehrs (ÖPNV, ohne Zug oder ähnliches)! Für diese außergewöhnliche Tour nimmt er sich maximal 10 Tage Zeit. Das heißt, am vergangenen Donnerstag (28. Juli 2011) bestieg er in Bingen den ersten Linienbus Fahrtrichtung Norden – in der Hoffnung, rechtzeitig zum Anpfiff das Weserstadion zu erreichen. Denn Planungen irgendwelcher Art sind Günter suspekt. Er schaut „von Haltestelle zu Haltestelle“ - vor Ort wird erst entschieden, mit welchem Bus es auf welcher Linie weitergeht. Die Hauptsache, er rückt seinem Endziel ein Stückchen näher. Darum steht die Tour auch unter dem Motto „Der Weg ist das Ziel! – Wo bleibt mein Bus? Mit dem öffentlichen Linienbus von Bingen ins Weserstadion!“

Das Ganze steht natürlich unter einem sozialen Aspekt, denn Spendengelder, die Günter als Lohn für seine Mühen erhalten sollte, stellt der „positiv Verrückte“ der Kinderhilfsaktion „RPR1 hilft“ zur Verfügung. Dieser Radiosender begleitet die Tour durch einen am Mittwoch vor dem Start bereits gesendeten Vorbericht, garniert mit einigen Live-Schaltungen während der Reise. Bereits im Vorfeld sei auch ein ganz herzliches DANKESCHÖN an „Lotto Rheinland-Pfalz“ gerichtet, da sie die Patenschaft für diese Aktion übernahmen.

Selbstverständlich, dass wir für alle Besucher unserer Homepage ganz nah „am Ball“ sind. Die Tour in Form eines Tagebuchs nachvollziehen:

"Teufelsanbeter" mit dem Kuckucksbähnel unterwegs

1. FCK-Maskottchen “Betzi” begrüßte die Rollifahrer in Elmstein, welche mit dem Kuckucksbähnel anreisten.
1. FCK-Maskottchen “Betzi” begrüßte die Rollifahrer in Elmstein, welche mit dem Kuckucksbähnel anreisten.

In enger Zusammenarbeit mit dem Behindertenbeauftragten des 1. FC Kaiserslautern und Ideengeber der Aktion, Nino Gagliano, arrangierte der Exklusiv-Partner des pfälzischen Bundesligisten, die Deutsche Vermögensberatung (Direktionsgemeinschaft Südwest 3), eine Fahrt mit dem Kuckucksbähnel. Unter dem Motto „Mit Volldampf für die Fans des FCK“ dampfte der historische Zug von Neustadt an der Weinstraße aus durchs Elmsteiner Tal nicht auf den Betzenberg, sondern bis nach Elmstein. Der farbenfrohen Reisegruppe, zusammengesetzt aus circa 150 geladenen FCK-Anhängern mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen sowie 50 Vermögensberatern der DVAG, gehörte auch Fairplay-Mitglied Georg Lohwasser an. Weitere drei Fanclubmitglieder empfanden es als großartige Anerkennung ihres sozialen Engagements, zu den Auserwählten dieser illustren Reisegruppe zu gehören. Selbstverständlich hielten sie als Betreuer ein Auge auf den reibungslosen Ablauf während der Fahrt sowie an den Haltepunkten.

Dank der großartigen Mithilfe der Bediensteten des Neustädter Bahnhofs erfolgte die Beladung des Spezialwaggons mit den Rollstühlen sehr rasch. Sogar eine Einstiegshilfe in Form einer Hebebühne konnte benutzt werden. So stand der pünktlichen Abfahrt an Gleis 5 nichts mehr im Wege. Keuchend schob sich die altertümliche Dampfeisenbahn entlang der zweigleisigen, elektrisierten Hauptstrecke Richtung Kaiserslautern knapp sieben Kilometer weit bis nach Lambrecht. Erster Höhepunkt dabei die Durchfahrt des 332 m lange Wolfsbergtunnel. „So muss es wohl in einer Räucherkammer aussehen“, der Kommentar eines Mitreisenden beim Blick aus dem Fenster, wo sich ringsum der Dampf in der Tunnelröhre um den Zug schob.

Fanclubfahrt nach Schalke mit gesundheitlich beeinrächtigten Gästen

Die gesamte Reisegruppe bei einem Zwischenstopp nahe Mendig. Auf dem Bild fehlt Rollifahrer Georg Lohwasser.
Die gesamte Reisegruppe bei einem Zwischenstopp nahe Mendig. Auf dem Bild fehlt Rollifahrer Georg Lohwasser.

Die Fairplay-Fanclubfahrt 2011 führte am Ostersamstag nach Gelsenkirchen zum wichtigen Auswärtsspiel der „Roten Teufel“ beim Champions-League Halbfinalisten FC Schalke 04. Die rund 360 km lange Busreise in den Ruhrpott begleiteten auch 18 Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen als Gäste des Fanclubs Fairplay. Deren Fahrtkosten, Eintrittskarten sowie einen Zuschuss für das gemeinsame Abendessen übernahm das Fanclub eigene „Rollstuhl-Sonderkonto“. Damit führten die Fußballanhänger eine langjährige Tradition fort, gehandicapten Menschen hin und wieder etwas Abwechslung in ihrem beschwerlichen Alltag zu bieten.

Unbelehrbare Chaoten störten mäßiges Gastspiel der „Roten Teufel“ in Frankfurt

Unbelehrbar: Die uneinsichtigen „Feuerwerker“ schaden dem 1. FCK statt ihn zu unterstützen!
Unbelehrbar: Die uneinsichtigen „Feuerwerker“ schaden dem 1. FCK statt ihn zu unterstützen!

Und wieder haben sie zugeschlagen: Die unverbesserlichen Idioten, welche unseren packenden Fußballsport ein ums andere Mal in den Dreck ziehen. Am 5. März 2011 rund um das Abstiegs-Derby zwischen der Frankfurter Eintracht und den „Roten Teufeln“ aus der Pfalz. Feuerwerk und Nebelschwaden von einigen Unbelehrbaren im Gästeblock werden wieder mal eine saftige Geldstrafe durch den DFB nach sich ziehen! Aber der FCK hat’s ja! Wann begreift ihr endlich, dass solches Benehmen dem Verein nur schadet???

Aber das war lang noch nicht alles rund um diese brisante Begegnung. Ausschreitungen vor und nach dem Spiel, ein durch Betätigen der Notbremse gestoppter Sonderzug, eine gesperrte Bahnstrecke, Straßenschlachten mit der Polizei und etliche Verhaftungen sorgten einmal mehr für verzichtbare Negativschlagzeilen in Presse, Funk und Fernsehen! Für die Medien sind solche Ereignisse natürlich ein gefundenes Fressen! „Dumme sterben niemals aus“ – das Ganze entwickelt sich leider immer schlimmer! Besorgniserregend!

3:2 Niederlage: 1. FCK zahlte auch in Hoffenheim Lehrgeld

Spielort: Die „Rhein-Neckar-Arena“ in Sinsheim.
Spielort: Die „Rhein-Neckar-Arena“ in Sinsheim

Nachbarschaftsduell. „Arm“ gegen „Reich“. Tradition gegen – ja gegen was denn? Hopps liebstes Hobby hat trotz der Jahreszahl „1899“ im Vereinsnamen nix vergleichbares zu bieten. Und der schmucke Stadionneubau auf der Sinsheimer Wiese vermeldete auch nur „ausverkauft“ dank der eindrucksvollen Pfälzer Invasion. Fast ein Fünftel der 30.150 Zuschauer in der vollbesetzten „Rhein-Neckar-Arena“ sympathisierten mit den Lauterern. Sogar in den VIP-Räumen wurden FCK-Lieder angestimmt, wie ein 1. FCK-Vorstandsmitglied gegenüber unserem Fanclub begeistert berichtete. Sehr zur Verwunderung der staunenden Hausherren.

Armselig der Blick in die blaue Kurve der Gastgeber: Bei „You never walk alone“ wurden nur wenige Schals in die Höhe gestreckt! Da konnten sie die Lautsprecher noch so laut aufdrehen – es tat sich erbärmlich wenig! Und in direktem Anschluss der beeindruckende Konter von rund 6.000 Gästefans: Stimmgewaltig schmetterten sie den Kultsong und zeigten dabei den Stadionbesuchern durch tausendfach hochgehaltene Schals, wie es geht!

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