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30 Jahre "1. FCK-Freundeskreis Zürich"

07. Juni 2004
EUGEN KOCH, Begründer des "1. FCK-Freundeskreises Zürich", sah aus dem Himmel zu und war stolz auf seine Erben. Sie richteten anlässlich der 30-jährigen Wiederkehr ihres Gründungstages ein Festprogramm aus, das den ehrenwerten Anlass feierlich umrahmte. Mit dabei vier „Fairplay“-Mitglieder (Norbert Thines, Otto Roth, Helga & Erich Huber). Fand auch niemand von der „großen FCK-Prominenz“ (Spieler wie Offizielle) den Weg ins bezaubernde Zürich, staunten dennoch alle Teilnehmer über den abwechslungsreich geplanten Tagesablauf. FOTO: Die Teilnehmer an den Feierlichkeiten „30 Jahre 1. FCK-Freundeskreis Zürich"....FOTO links: Zwei der „Macher“ des „1. FCK Freundeskreises Zürich“: Waltraud (links) und Alex.FOTO rechts: „Das Wandern ist der Schweizer Lust…!“ Direkt am Ufer des Zürichsees spazierten die Teilnehmer entlang einer attraktiven Strecke.Zuerst spazierte die Gruppe nach der „Besammlung“ vom Bahnhof Tiefenbrunnen entlang des herrlich gelegenen Zürichsees zur Tram-Station „Belvedere“. Die ratternde Fahrt mit einer restaurierten, nostalgischen Straßenbahn durch die engen Gassen und malerischen Straßen des alten Zürich vermittelte den Festgästen danach einen imposanten Eindruck der Metropole, welche sich, überragt von den Türmen des Großmünsters und der St. Peter Kirche, inmitten einer atemberaubenden Landschaftskulisse am nördlichen Ende des Zürichsees ausbreitet. Die Weltstadt im Herzen Europas imponierte auch bei leichtem Nieselregen aus der Straßenbahn heraus durch ihren Flair und Eleganz – allein die weltbekannte Shoppingmeile „Bahnhofstraße“ ließ die Besonderheit des Stadtkerns erahnen. Zumal es in der Bahn ja trocken blieb. Äußerlich jedenfalls, denn das Innere eines jeden Einzelnen wurde mit reichlich Sekt feucht gehalten!FOTO: Reiseleiter Peter erklärte in der Tram die Fahrtstrecke. Und rundum ein einzigartiges Verkehrschaos – in Ermangelung einer U-Bahn sind diese Straßenbahnen die einzige (…und daher hoffnungslos überforderte) Alternative zum dichten Straßenverkehr. Einer wusste, warum hier keine Untergrundbahn verkehrt: „So was können die nicht bauen, weil bei denen in jedem Keller Geld liegt!“ Was so flapsig daher gesagt, entbehrt nicht vollends an Wahrheit: In den Tresoren des Züricher Bankenviertels lagern tatsächlich sämtliche Goldreserven der Schweiz!Die eigentlichen Festivitäten fanden dann im „Chnuschper Hüsli“, statt. Hoch oben zur Buchenegg, wo sich der Blick bei besserer Witterung als an diesem Tag einerseits über den schönen Zürichsee und andererseits dem nahen Alpenkranz zuwendet. Dort steht eingebettet in sanfte Wiesen, umgeben von leichtem Buschwerk und stämmigen Bäumen, ein mehrheitlich aus Holz geschaffenes Gehöft. Dieses ist seit jeher der schützende Horst der sagenumwobenen „Näfenhäuser-Hexe“. Sie ist eine echte „Chnuschperhexe“, die durch Magie und Beschwörung allerlei Geköch und Hokuspokus zusammenbraut. Also ab mit den „Teufeln“ ins „Hexenhaus“ zu „Gebabbel, Gefutter und Getrinke“! Wer hier an diesem Ort eingelassen wird, ist danach von der Verköstigung restlos begeistert. Auf dem originell gestalteten Speisezettel wird dem Federvieh und Fisch aus heimischer Umgebung besondere Aufmerksamkeit gewidmet. So setzte sich das Menu dieses Festessens aus Anlass des 30-jährigen Jubiläums der Züricher Betzefreunde auch zusammen: “Fädäräsalat“ (knackender Feldsalat zum Selberanrühren mit einer deliziösen Sauce und vielen Chrütli, Apfelschnitzen und Ananasstückchen), „Poulet-vous!“ oder „Vegi-vous?“ (Goldbraun gebratene Güggelistückli im Cörbli mit Häxechrüterschuum und gemischten „Härdöpfelschnitzen), Dessert „Chnuschperhüsli zum Aabisse“ (Eis mit Erdbeeren und Waffeln).Speis und Trank fielen nicht nur durch außerordentliche Schmackhaftigkeit und die Art des Servierens (…in einem geflochtenen Bastkörbchen!) auf, vielmehr glänzten all die köstlichen Gerichte – ob eine leckeren Kleinigkeit oder eine süße Versuchung - durch ihre lukullische Ausgewogenheit....FOTO links: „Schirmherr“ Norbert Thines zusammen mit „Frau Präsident“, der Schweizerin Waltraud Koch.FOTO rechts: Festrede: Waltraud Koch zog eine eindrucksvolle Bilanz der vergangenen drei Jahrzehnte.Nach dem Festschmaus vermittelte die „Chefin“ des Freundeskreises, Waltraud Koch, mit ihrer Festrede einen beeindruckenden Rückblick auf die 30-jährige Geschichte ihrer Gruppe. Eindrucksvoll würdigte sie dabei die außergewöhnlichen Verdienste ihres am 23. September 2001 verstorbenen Gatten Eugen zum Wohle des 1. FCK und seiner Schweizer Gesinnungsgenossen. Dieses außerordentliche Engagement belohnte der pfälzische Bundesligist seinerzeit mit der bronzenen, silbernen und goldenen Ehrennadel für besondere Verdienste sowie der bronzenen Plakette für 25-jährige Mitgliedschaft im Verein.Als offizielle Vertreter des 1. FC Kaiserslautern sprachen Fanbetreuer Stefan Rosskopf und Fanbeirat Otto Roth die Glückwünsche der Führungsetage vom Betzenberg aus und überreichten neben einer Jubiläumsurkunde zwei attraktive Gastgeschenke. Selbstverständlich, dass die alten Spezis der Schweizer, der „Betzi-Club Neustadt“, durch Willi Maurer ihre Glückwünsche übermittelten. ...FOTO links: Ehrung für 30 Jahre „1. FCK-Freundeskreis Zürich“: Fanbetreuer Stefan Rosskopf (Mitte) und Fanbeirat Otto Roth gratulierten im Namen des 1. FC Kaiserslautern.FOTO rechts: Beeindruckende Worte fand Norbert Thines (links) für die vielen gemeinsamen Erlebnisse in den letzen 30 Jahren.Der ehemalige Präsident des 1. FCK, Norbert Thines, ging in seinem emotionalen Grußwort auf seine persönliche besondere Verbindung zu den Eidgenossen ein, um danach den Bogen zu seiner besonderen Beziehung zu den Züricher „Teufelsanbetern“ zu spannen. Insbesondere die Anwesenheit des früheren „Oberteufels“ bewies den Jubilaren aus der Zentralschweiz, dass sich echte Verbundenheit, echte Freundschaft, auch über offizielle Amtszeiten - selbst über Jahrzehnte hinweg - erhalten kann.Dass sich das Bingospiel nach dem erfreulich kurzen offiziellen Teil zu einer etwas langatmigen Angelegenheit hinzog, ließ sich in Anbetracht des angenehmen Ambientes im „Chnuschper Hüsli“ leicht verwinden. Besonders für die drei Sieger des Gewinnspiels (Beantwortung von 7 kniffeligen Quizfragen), die für ihr fachkundiges Wissen mit attraktiven Preisen belohnt wurden. Denn die Fragen hatten es in sich:a) Wie viele Insignien sind in dem Programmheft? (7 – wer’s nicht hat, kann’s auch nicht lösen!). b) Wie alt ist die UEFA? (50 Jahre)c) Wo ist ihr Sitz? (Nyon)d) Wie heißt ihr Präsident? (Lennart Johannson)e) Wie viele Auszeichnungen erwarb sich Eugen Koch? (4)f) Wie viele Neuverpflichtungen hat der 1. FCK für die Saison 2004/05 getätigt? (Bis zu diesem Tage 9)g) Welcher Spieler hat sowohl beim 1. FCK als auch beim FC Glarus gespielt? (Briegel)Auf die Stechfrage zur Ermittlung des Siegers verzichtete die „Chefin“ Waltraut Koch: Denn unsere "Fairplay-Hubers" hatten als Beste aller Teilnehmer 15 von 18 möglichen Punkten erreicht und durften somit einen schmucken Zinnteller mit Gravur („30 Jahre „1. FCK-Freundeskreis Zürich“) sowie ein von der Mannschaft des 1. FCK signiertes Auswärtstrikot als Belohnung ihrer Mühen in Empfang nehmen. Und sich danach selbst einigen, wem welche Placierung zuteil wurde. Der dritte Preisträger (Rang 3) freute sich über einen 1. FCK-Autogrammball.Die Entscheidung, im First-Class-Hotel „Renaissance Zürich Hotel“ (direkt am Flughafen „Unique Zürich“ nahe „Kloten“ gelegen) zu übernachten, stellte sich für drei der "Fairplay-Mitglieder" als richtig heraus. So konnte das Trio dieses gelungene Fest rundherum genießen. Der obligatorische „Absacker“ in der Hotelbar „Mi Corazon“ krönte damit unvergessliche Stunden im Kreise der Schweizer 1. FCK-Freunde, die einen perfekten Tag organisiert hatten (inklusive Fahrtservice zu allen relevanten Orten des Geschehens). Die beiden offiziellen 1. FCK-Vertreter dagegen reisten bereits gegen 21.30 Uhr im Auto nach Kaiserslautern zurück. Das Länderspiel tags darauf gegen Ungarn im „Fritz-Walter-Stadion“ forderte seinen Tribut. Und aus dem Himmel heraus schaute EUGEN KOCH, Begründer des "1. FCK-Freundeskreises Zürich", zufrieden zu. Er konnte stolz sein auf seine Erben. Denn sie richteten anlässlich der 30-jährigen Wiederkehr ihres Gründungstages ein Festprogramm aus, das den ehrenwerten Anlass mehr als feierlich umrahmte!